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HAUSEINGÄNGE HAUS W

Direkt am Lietzensee in Berlin-Charlottenburg wurde 1910 das kaiserliche Reichsmilitärgericht nach den Plänen der Architekten "Kaiser und von Großheim" erbaut. Es handelt sich um ein opulentes steinernes Gebäudeensemble mit barocken und klassizistischen Fassadenmerkmalen. Bis in die Mitte der 1990er war hier das Berliner Kammergericht untergebracht; danach folgte eine lange Periode des Leerstandes, bis dieses Ensemble 2005 zu einem Wohngebäude umgebaut wurde. Leider standen die dabei geschaffenen Eingänge und Durchgangsbereiche im hohen Kontrast zu dem beeindruckenden Äußeren des Gebäudes. Im engen Austausch mit dem Eigentümer und der Denkmalbehörde wurde ein Konzept entwickelt, das den Erwartungen an die Gestaltung gerecht wird. Durch präzise Eingriffe in die Grundrisse der Räume wurden Sichtbezüge begradigt und um neue Raumabfolgen ergänzt. Die innenliegenden Eingänge wurden durch eine Wandlambris gegliedert und durch eine Neugestaltung der Decken und Böden ergänzt. Die neugestalteten Durchgänge bekamen glasierte Wand- und Steingutfliesen wodurch sie einen haptischen Charakter aufweisen. Das neue Belichtungskonzept lässt die Haupthalle auch tagsüber in vollem Glanz erscheinen. Um dem imposanten Raumeindruck gerecht zu werden, wurden zwei neue portalartige Briefkästen aus Eichenholz eingebracht. Neue Vorhänge und Läuferteppiche runden die Gesamtwirkung dieser Halle ab.

 

Auftraggeber: Reg­ge­borgh In­vest­ment & Ma­nage­ment GmbH

Fläche: ca 1'000m2 BGF

Ort: Berlin

Leistungsphasen: 1-8

Planung: 2019 -2022

Richard Krecké für Nöfer Architekten

Fotos: Maximilian Meisse

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DAVOR

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